Untersuchungen

Auf die endoskopischen Untersuchungen, die ich schwerpunktmäßig durchführe, möchte ich noch etwas detaillierter eingehen.

Gastroskopie

Die Untersuchung des oberen Verdauungstraktes wird etwas vereinfachend „Gastroskopie“ oder „Magenspiegelung“ genannt, obwohl in Wirklichkeit neben dem Magen auch die Speiseröhre und der oberste Abschnitt des Dünndarms (der sogenannte Zwölffingerdarm) untersucht werden.

Diese Untersuchung spielt eine zentrale Rolle bei der Abklärung zahlreicher Krankheitsbilder wie Oberbauchbeschwerden, Brustschmerzen, Sodbrennen, Schluckstörungen, Völlegefühl, Blähungen, Erbrechen, Durchfälle, Teerstühle, Blutarmut, Eisenmangel, unklarem Gewichtsverlust, Vitamin B12-Mangel und anderen.

Zu den wesentlichen Diagnosen, die mit dieser Untersuchung nachgewiesen oder ausgeschlossen werden können, gehören das Magengeschwür, das Zwölffingerdarmgeschwür, Entzündungen der Speiseröhre (häufig durch Rückfluss von Magensaft), entzündliche Veränderungen der Magenschleimhaut (zum Beispiel durch Helicobacter pylori), die Zöliakie, Tumorerkrankungen des oberen Verdauungstraktes und viele andere.

Ein großer Vorteil aller endoskopischen Untersuchungen ist die Möglichkeit einer problemlosen Entnahme von Gewebeproben. Diese können dann mikroskopisch untersucht werden, was eine sehr exakte Diagnostik ermöglicht und zum Beispiel auch bei der individuellen Risikoeinschätzung hinsichtlich verschiedener Krebserkrankungen eine wesentliche Rolle spielt (Barrett-Ösophagus, Autoimmungastritis etc.).

Die Untersuchung erfolgt im Nüchternzustand, weitere Vorbereitungsmaßnahmen sind in aller Regel nicht möglich. Über das Absetzen einer allfälligen Blutverdünnung wird im Einzelfall entschieden, teilen Sie dies bei der Anmeldung bitte mit.

Die Untersuchung wird in einem narkoseähnliche Zustand (Sedoanalgesie) durchgeführt und ist nicht schmerzhaft. In einzelnen Fällen besteht nach der Untersuchung für ein bis zwei Tage ein leichtes kratzendes Gefühl im Hals.

Koloskopie

Bei der Koloskopie oder „Darmspiegelung“ (das Colon ist der Dickdarm) werden der Anus, der Mastdarm und der Dickdarm untersucht. Wird auch der unterste Abschnitt des Dünndarms (das sogenannte Ileum) in die Untersuchung mit einbezogen, spricht man auch von einer „Ileokoloskopie“.

Die Koloskopie kommt bei Verdauungsproblemen aller Art zum Einsatz, zu den wichtigsten Einsatzbereichen gehören die chronisch-entzündlichen Darm- erkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) einerseits und das Kolonkarzinom (der Dickdarmkrebs) andererseits.

Beim Dickdarmkrebs hat sich in den letzten Jahren in besonders hohem Maße die Erkenntnis durchgesetzt, dass Vorbeugen besser ist als behandeln, ist doch der Dickdarm in vieler Hinsicht ein ideales Vorsorgeorgan: die Vorstufen des Karzinoms liegen mehrere Jahre in Form gutartiger, gut sichtbarer, gut entfernbarer Vorstufen (den sogenannten Polypen) vor. Werden sie in dieser Phase bei einer Vorsorgekoloskopie entdeckt und entfernt, kann die Entstehung eines Karzinoms verhindert werden.

Die Koloskopie bedarf einer Vorbereitung, da eine exakte Beurteilung nur bei einem gut entleerten, sauberen Darm möglich ist.

Wie im Detail vorzugehen ist, teile ich Ihnen gerne persönlich im Rahmen eines Vorbereitungsgespräches etwa 1 Woche vor der Untersuchung mit.

Gerinnungshemmende Medikamente werden in aller Regel vor dieser Untersuchung abgesetzt.

Auch diese Untersuchung wird auf Wunsch gerne in Sedoanalgesie durchgeführt („sanfte Koloskopie“).

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